Linux - Anfänge
Digitalkameras
Um unter Linux auf die Fotos einer Digitalkamera zuzugreifen, kann man entweder das Programm „Digikam“ oder „gtkam“ nehmen. Beide werden von SuSE mit geliefert, müssen evtl. noch installiert werden.
Ab SuSE 9.1 gibt es so etwas wie automount für Geräte am USB-Anschluss. Nach einigen Momenten öffnet sich automatisch ein Fenster des Konqueror mit dem entsprechenden Verzeichnis auf dem USB-Stick oder der Kamera.
Lässt sich eine Kamera darüber nicht einbinden, kann man es „zu Fuß“ versuchen. Ohne eine weitere Einstellung vorgenommen zu haben, ließ sich unter SuSE 9 meine Pentax über folgende Befehle mounten:
Kamera über USB anschließen und einschalten
Konsole öffnen
„su“ + Enter
root-Passwort eingeben
„mount /dev/sda1“ + Enter
damit war die Speicherkarte mit den Fotos unter /media/sda1 gemountet und die Bilder konnten angesehen, kopiert oder bearbeitet werden.
Bei mir funktioniert der mount-Befehl auch als normaler User, man muss sich evtl. gar nicht als root (= su) anmelden
Sollte diese Möglichkeit nicht klappen, funktioniert es vielleicht auf folgendem Weg:
als root im Verzeichnis /mnt das Verzeichnis „kamera“ anlegen
(ich arbeite gerne mit dem MidnightCommander, vergleichbar mit dem alten Norton Commander; falls installiert, Konsole öffnen, „su“ eingeben, nach Enter das root-Passwort eingeben, anschließend „mc“ + Enter; ins Verzeichnis
/mnt wechseln, F7 (= neues Verzeichnis erstellen) + „kamera“ eingebenmit dem MidnightCommander kann gleich weiter gemacht werden: in das Verzeichnis /etc wechseln und die Datei „fstab“ suchen; mit F4 (= Editor) öffnen; ans Ende der Datei die Zeile setzen: „/dev/sda1 /mnt/kamera vfat users.umask=0 0 0“; entweder gleich mit F2 speichern oder über Esc die Speicheroption wählen
evtl. ist es notwendig, den Rechner neu zu starten; m.W. wird fstab beim Starten abgearbeitet
nun kann die angeschlossene Kamera (hoffentlich) eingebunden werden; dazu an der Konsole „mount /dev/sda1“ eingeben; normale Nutzer sollten lesend + schreibend darauf zugreifen können